Erinnern Sie sich noch an den Sparkassen-Überfall 1986?

Großfeuer bei Eschede im Jahre 1975

Der anhaltende heiße Sommer 1975 hatte zwar unserem Freibad neue Rekordbesucherzahlen von über 3.600 an einem einzigen Tage beschert, doch war es auch hier schwierig, die Grünanlagen und insbesondere die großen Rasenflächen im Freibad und auf den Sportplätzen zu erhalten. Die geringen Niederschläge hatten besonders in den Wäldern ein bisher unbekannten Austrocknungsgrad erreicht, und in den Gräben und. Teichen war eine große Wasserarmut.

Glücklicherweise blieb unser Gemeindegebiet bis auf einen schnell beherrschten übergreifender Brand auf der Mülldeponie verschont. Doch haben unsere Feuerwehrleute, die im Raum Eschede laufend im Einsatz waren, einen unvergesslichen Eindruck davon erhalten, wie es werden kann, wenn ein Waldbrand in einer solchen Situation nicht schon im Anfang gelöscht werden kann. Wir danken allen Feuerwehrleuten aus unserer Gemeinde und den Frauen vom DRK-Ortsverein, die in den Katastrophentagen im Einsatz waren und mitgeholfen haben, die Not zu lindern. Die Erfahrungen aus diesen Tagen werden auch für uns Auswirkungen haben. wenn unser Gemeindegebiet verschont blieb, dann sicherlich auch deshalb, weil es endlich gelungen war, den verdächtigen Brandstifter in unserer Gemeinde aus den letzten Jahren zu überfuhren.

Die ersten Konsequenzen aus dem Großfeuer bei Eschede hat der Feuerwehrausschuss unserer Gemeinde in seiner letzten Sitzung gezogen. Einmal soll ein neues Tanklöschfahrzeug angeschafft werden, weil das alte bereits 16 Jahre Dienst tut und dringend einer Generalüberholung bedarf, zum anderen werden unsere größeren Waldgebiete kartenmäßig erfasst und auf den darin befindlichen größeren öffentlichen Wegen werden in bestimmten Abständen Feuerlöschbrunnen wie in den Ortsgebieten erbohrt.

Dr. Erich Bunke - Auszug aus seinem Buch »Wietze im 20. Jahrhundert«