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Das 1x1 der Weihnachtsbäume

Kaufen sie Ihren Baum maximal zwei Wochen vor Weihnachten. Fragen Sie den Verkäufer, wann der Baum eingeschlagen wurde. Große Produzenten und Exporteure beginnen schon Ende Oktober mit dem Einschlag, um den logistischen Aufwand bewältigen zu können. An solchen Bäumen haben sie allerdings nur kurz Freude. Kleinerzeuger haben oft die frischeste Ware, da sie nur den täglichen Bedarf für den Verkauf einschlagen. Fragen Sie den Verkäufer auch, ob der Baum umweltschonend erzeugt ist. Manche Produzenten verzichten zum Beispiel auf Unkrautvernichtungsmittel in den Baumkulturen und setzen stattdessen Schafe als Ökorasenmäher ein. Heimische Weihnachtsbäume haben nur kurze Transportwege hinter sich. Man erkennt sie zum Beispiel an ihrem Herkunftszeichen, das heißt einer besonderen Banderole wie die "Hessentanne" oder der "Christbaum aus Baden-Württemberg".

Und nun die verschiedenen Sorten in der Übersicht:
  • Mittlerweile am meisten angeboten wird die Nordmanntanne. Ein gleichmäßiger Wuchs, saftig grüne Nadeln, die nicht pieksen. Sehr gute Haltbarkeit der Nadeln ist ein weiteres Merkmal dieser, aus dem Kaukasus stammenden Tannenart.
  • Die Kiefer, z. B. die österreichische Schwarzkiefer (Pinus nigra), hält ihre Nadeln gut und eignet sich wegen ihrer stabilen Zweige besonders gut für Naturkerzen. Kiefern werden traditionell in den Brandenburgischen Sandgebieten als Weihnachtsbaum verwendet.
  • Die deutsche Rotfichte (Picea abies) hat einen angenehmen Duft, einen schlanken Wuchs und ein grünes, etwas pieksendes Nadelkleid. Die Haltbarkeit ist allerdings relativ bescheiden. Daher sollte man sie erst kurz vor dem Fest einschlagen.
  • Wer es nicht ganz so pieksig mag, für den ist die Koloradotanne (Abies concolor) das Richtige: weiche lange Nadeln, blaugrüne Farbe und etwas wuscheliges Aussehen sind ihre Merkmale.
  • Neu auf dem Markt - und besonders als kleiner Baum (1-1,5 Meter) wegen seines schlanken dichten Wuchses sehr begehrt - ist die Korktanne oder auch Felsengebirgstanne (Abies lasciocarpa, var. Arizonica). Ihre blauen bis grünen Nadeln sind weich und sie ist noch haltbarer als die Nordmanntanne.
  • Die Königin unter den Weihnachtsbäumen ist zweifellos die pazifische Edeltanne oder auch Nobilistanne (Abies procera). Blaugrüne, weiche Nadeln mit silbriger Unterseite zieren mit dichtem bürstenartigem Besatz die Zweige. Die Nadeln sind sehr haltbar. Die Zweige sind oft asymetrisch angeordnet und geben so dem Baum einen besonderen Reiz.
  • An Popularität eingebüßt hat die Blaufichte (Picea pungens glauca). Wer sich an den pieksigen Nadeln nicht stört, kann zu einem günstigen Preis einen sehr haltbaren Weihnachtsbaum erstehen, in allen Blau-grün-Farbschattierungen bei gleichmäßigem Wuchs.
  • Die große Küstentanne (Abies grandis), auch als amerikanische Weißtanne bekannt, wird gern wegen ihres besonders intensiven Duftes als Weihnachtsbaum genutzt. Dunkelgrüne, glatte, lange Nadeln sind das besondere Kennzeichen dieser Baumart.

Weihnachtsbäume können Sie genauso frisch halten wie Schnittblumen: Stellen Sie den Baum zu Hause gleich ins Wasser. Zuvor den Stammfuß frisch ansägen, damit die Poren offen sind und ungehindert Wasser aufnehmen können. Untersuchungen haben ergeben, dass jegliche Zusätze zum Wasser wirkungslos sind. 1 bis 2 Liter Wasser kann ein Baum am Tag aufnehmen. Also immer schön nachgießen. Vermeiden Sie die unmittelbare Nähe zu Heizkörper und Kachelofen. Übrigens: Bei frischen Weihnachtsbäumen ist auch das Brandrisiko geringer.

Autor: Raimund Kohl, www.aid.de

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