Wussten Sie schon, wann die Gemeinden im Raum Wietze zusammenlegt wurden?

Hannelore Herrmuth

Kurzporträt

Seniorenberatung/-begleitung auch in Wietze

Im Frühjahr ist in Celle das Seniorenservicebüro für die Stadt und den Landkreis Celle eröffnet worden. Hier können sich Senioren in Fragen des Alltags, wie altersgerechtes Wohnen, Hilfe im Haushalt, Begleitung, Pflege, Beratung für pflegende Angehörige oder andere Dinge, Rat holen. Um den Senioren in der Stadt und im Landkreis genügend Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen, hat das Seniorenservicebüro ehrenamtliche Seniorenberater/und -begleiter in einer 80-stündigen Fortbildung mit einem entsprechenden Zertifikat ausgebildet. Eine von diesen Seniorenberatern/-begleitern bin ich, Hannelore Herrmuth, 67 Jahre, wohnhaft in Jeversen.

Meine Telefonnummer: 05146/919133

Aufgrund der Erfahrung mit der Pflege meines Vaters keimte nach dessen Tod in mir der Wunsch, etwas von meiner Zeit "abzugeben" und ehrenamtlich anderen Menschen zu helfen.

Da bot sich die Ausbildung zur ehrenamtlichen Seniorenberaterin/begleiterin direkt an.

Ich werde immer gefragt, wie willst du helfen? Du bist doch gar nicht so bekannt, wie können die Senioren Vertrauen zu dir fassen? Dazu kann ich sagen, dass ich mich bei den einzelnen Seniorenkreisen vorgestellt habe, Neumitglied beim Deutschen Roten Kreuz bin, und auch bei den Altersheimen vorgesprochen habe. Ich denke, dass ich in Zusammenarbeit mit den vorhandenen Institutionen Zugang zu den Senioren erhalten werde. Das dies einige Zeit benötigt ist mir schon bewusst. Eines glaube ich bestimmt, dass es in unserer Gemeinde viele alte Menschen gibt, die in die Kirche möchten, oder zum Friedhof und es ist kein Angehöriger da, der sie dorthin bringen könnte. Da kann ich einspringen. Fragen zur Patientenverfügung/ Betreuungsverfügung, Hilfe beim Ausfüllen von Anträge oder auch Begleitung bei Behördengängen. Bei pflegenden Angehörigen, die einfach mal eine Stunde oder zwei ausspannen möchten, dort kann ich eben auch helfen. Auch in unseren Altenheimen gibt es Bewohner, die kaum Besuch erhalten, hier bin ich dann auch gefragt.

Mein Leitspruch ist: Behandele die Menschen so, wie du selbst von ihnen behandelt werden möchtest! Ich wünsche mir, wenn ich einmal alt bin, Menschen, die freundlich und ehrlich zu mir sind und mir gern weiterhelfen.

Im Erzählcafe wird Erlebtes lebendig
Hannelore Herrmuth kümmert sich um Senioren
("Mein Wietze", CZ-Beilage vom 3.7.2010)

Hannelore Herrmuth leitet ein Erzählcafe in Wietze. In der Nienburger Straße 19 treffen sich jeden zweiten, dritten und vierten Dienstag im Monat ältere Menschen. Sie sitzen bei Kaffee und Kuchen, den meist einer der Teilnehmer mitbringt, zusammen und erzählen. Hannelore Herrmuth gibt ein Thema vor, das sie mit den Teilnehmern abspricht. Dann sprechen die Teilrnehmer darüber, wie es früher war, und wie es heute aussieht. Jeder kann etwas zur Runde beitragen.

„Das Erzählcafe ist keine geschlossene Veranstaltung. Man kann immer dazukommen, ohne Voranmeldung. Hier stehen Freude am Erzählen und Zuhören im Vordergrund. Eine kurze Einführung in das Thema des Nachmittags eröffnet das Gespräch. Alle Anweseneen können die Gesprächsrunde mitgestalten. Mäglichst viele Schilderungen aus den Lebensgeschichten lassen ein buntes Bild der vergangenen Jahre lebendig werden. Aber auch Zuhörer sind herzlich willkommen”, erläutert Herrmuth.

Anschließend wird gemeinsam abgewaschen und dann spielt die Runde Halma oder Mensch-ärgere-dich-nicht. Von 15 bis 17 Unr dauert das Treffen. "Dann soll jeder fröhlich nach Hause gehen", die 68-jährge Initiatorin.

Das nächste Erzählcafe findet am Dienstag, 6. Juli, um 15 Uhr statt. „Wir freuen uns, wenn einige Herren dazukämen. Frauen sind aufgeschlossener und finden schneller Anschluss, wenn sie alleine leben”, so Herrmuths Erfahrung. Die Idee des Erzählcafes hat die Rentnerin vom Senioren-Servicebüro in Celle. Anfang des Jahres hat Hanrelore Herrmuth in Wietze eine Außenstelle des Celler Büros eröffnet. Senioren berät sie dort bei Hilfs- und Unterstützungsangeboten, Wohnmöglichkeiten oder Bildungs- und Freizeitangeboten. Fragen zur Pflege und Demenz kann man mit ihr besprechen. Sie hilft beim Ausfüllen von Formularen und begleitet auf Wunsch Senioren zu Behörden. Als ehrenamtliche Seniorenberaterin, -begleiterin. und Wohnberatern kann sie Senioren beraten. Sie bildet sich im Seniorenservicebüro in Celle regelmäßig weiter. Alle Gespräche unterliegen der Schweigepflicht und sind kostenlos. Das Büro ist dienstags von 14 bis 15 Uhr geöffnet.

Hannelore Herrmuth kümmert sich nicht nur um das Erzählcafe und ihre Sprechstunde als Seniorenberaterin. sie besucht jede Woche Demenzkranke im Pflegeheim Kasino er Park. Gemeinsam mit Hündin Gitte bringt sie etwas Abwechslung in den Alltag der Betroffenen.
„Wenn die älteren Menschen die Hündin auf den Schoß nehmen oder streicheln, sehe ich ein Strahlen m ihren Augen und lächelnde Gesichter”, berichtet Herrmuth. „Cockerspaniel Gitte ist sehr geduldig. Wenn die Senioren ihr weiches Fell streicheln, ist es für sie schön und bringt Abwechslung in den ihren Alltag.”
Aus eigener Erfahrung weiß sie: „Demenz kann eine rasante Entwicklung haben. Eine Bekannte ist gestern noch Auto gefahren und weiß heute ihren Namen nicht mehr.”

Erinnern Sie sich noch an die großen Zeiten des Wietzer Fußballs?